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Letzte Aktualisierung: 25.09.2017

SYNCOM

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Die Emissions-Grenzwerte für Abfallverbrennungsanlagen sind die anspruchsvollsten aller Industrieanlagen. Unabhängig davon geht die Entwicklung zur weiteren Minimierung der Schadstoff-Emissionen weiter. Zur Erreichung dieses Ziels hat MARTIN das SYNCOM-Verfahren entwickelt, das aus folgenden Verfahrensstufen besteht:

  • Rostfeuerung mit dem Rückschub-Rost
  • Sauerstoffanreicherung der Primärluft
  • Feuerungsregelung mit Infrarot (IR) - Thermographie
  • Sekundärluftsystem mit 4 Düsenreihen - „4 row stitching"
  • Abgasrezirkulation

 

Die Abgasrezirkulation, aber vor allem die Anreicherung der Primärluft mit Sauerstoff, führen zu einer erheblichen Verringerung des Abgas-Volumenstroms. Dies bewirkt kleinere Komponenten im Bereich Dampfkessel und Abgasreinigung und damit Kostenersparnis. Zum anderen resultieren daraus deutlich geringere Schadstoff-Frachten am Kamin.

 

Die aufwendige Feuerungsregelung mit IR-Thermographie und die angepasste Sekundärluft-Eindüsung gewährleisten einen optimierten Verbrennungsvorgang. Organische Komponenten werden wesentlich effizienter zerstört. Die Temperaturen im Brennbett sind gegenüber der konventionellen Feuerung deutlich höher. Dies führt zu einer teilweisen Sinterung der Schlacke. Der Ausbrand der Schlacke und die Eluation von Schwermetallen werden dadurch signifikant verbessert.

 

In umfangreichen Versuchen wurde das SYNCOM-Verfahren am MHKW Coburg getestet. Darauf aufbauend wurde die 1. kommerzielle Anlage mit SYNCOM Verfahren in Arnoldstein, Österreich, gebaut. Diese ist seit der 2. Hälfte 2004 erfolgreich im Dauerbetrieb. In Sendai, Japan, ging 2005 eine weitere Anlage mit SYNCOM-Verfahren in Betrieb.

 

Die Merkmale des SYNCOM Verfahrens sind:

 

  • Intensivere, gleichmäßigere Verbrennung
  • Deutlich reduzierter CO-Gehalt im Abgas
  • Temperatur im Brennbett in der Hauptverbrennungszone ca. 100 °C höher
  • Teilweise Sinterung der Schlacke, dadurch
    • Verbesserter Ausbrand
    • Geringere Eluation von Schwermetallen
  • Verringerung der Abgasmenge um ca. 35 %
    • Höherer Kessel-Wirkungsgrad
    • Verringerte Schadstoff-Fracht am Kamin
    • Verringerung der Flugaschemenge