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Letzte Aktualisierung: 25.09.2017

SYNCOM-Plus

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Die Deponierung von unbehandeltem Hausmüll ist in vielen Ländern untersagt. Für die Behandlung dieser Abfälle hat sich die Abfallverbrennung weitgehend durchgesetzt. Ein darüber hinausgehendes politisches Ziel ist die ‚deponiefreie' Abfallwirtschaft. Das bedeutet die möglichst vollständige Wiederverwertung der bei der Abfallverbrennung anfallenden Restprodukte. Im speziellen handelt es sich hierbei um die Rostasche (Schlacke) und die Flugasche. Damit diese Restprodukte gesichert in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können, müssen sie Inertstoffqualität entsprechend EU Richtlinie 1999/31/EC einhalten.


Die Umsetzung dieser Vorgabe hat das SYNCOM-Plus Verfahren zum Ziel. Es basiert auf der Abfallverbrennung mit der bewährten Rostfeuerung, mit Sauerstoffanreicherung der Primärluft (SYNCOM-Verfahren). Hierdurch werden Temperaturen im Brennbett von über 1'150 °C erreicht und damit eine Sinterung der Rostasche bewirkt. Zur Erreichung der Inertstoffqualität ist es zusätzlich erforderlich, die Feinfraktion der Rostasche abzutrennen. Diese wird mit einem Teil der Flugasche in die Feuerung zurückgeführt. Die Sinterung dieser Aschebestandteile erfolgt dann beim erneuten Durchlaufen der Hauptverbrennungszone.

 

Die Komponenten des SYNCOM-Plus Verfahrens wurden in verschiedenen Schritten getestet. Versuche an der Anlage in Arnoldstein, Österreich, in der seit 2004 das SYNCOM-Verfahren erfolgreich im kommerziellen Einsatz ist, konnten in der 2. Hälfte 2006 abgeschlossen werden. Das SYNCOM-Plus Verfahren steht für die Markteinführung bereit.

 

Merkmale des SYNCOM-Plus Verfahrens sind:

  • Rostfeuerung mit dem Rückschub-Rost
  • Verringerung der Abgasmenge um 35 % und entsprechende Verringerung der Schadstoff-Fracht
  • Dioxinzerstörung > 90 %
  • Granulat-Produkt mit Glühverlust < 0,1 % und Inertstoffqualität nach 1999/31/EC
  • Keine Vorbehandlung des Abfalls notwendig
  • Verglasung der Restprodukte nicht erforderlich
  • Netto-Stromabgabe > 500 kWh/t Abfall (netto, bei reiner Stromerzeugung