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Letzte Aktualisierung: 22.05.2017

SNCR

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Der Stickstoffgehalt im Abfall und die hohe Verbrennungstemperatur, die zur gesicherten Zerstörung organischer Schadstoffe erforderlich ist, sind die Ursachen für die Entstehung von Stickoxiden (NOx) im Abgas. Diese Stickoxide können durch Abgasrezirkulation, katalytische Entstickung (SCR) oder nicht-katalytische Entstickung (SNCR) reduziert werden.

 

MARTIN hat ein eigenes Verfahren auf Basis SNCR entwickelt. Dabei werden die Stickoxide durch Eindüsung des Reduktionsmittels Ammoniakwasser (NH4OH) im Temperaturbereich von ca 850 bis 1'050 °C zu Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) reduziert.

 

Die Eindüsung erfolgt über Düsen im oberen Bereich des Feuerraums. In Abhängigkeit von der aktuellen Temperatur im Feuerraum, erfolgt die Eindüsung auf unterschiedlichen Ebenen, um jeweils im optimalen Temperaturbereich zu arbeiten.

 

Um eine möglichst feine und homogene Verteilung des Reduktionsmittels zu erreichen, muss ein zweites Medium zur Zerstäubung eingesetzt werden. Beim MARTIN SNCR-System wird hierfür bevorzugt Druckluft, auf Wunsch aber auch enthärtetes Frischwasser, eingesetzt. Die zwei Stoffströme werden erst unmittelbar vor dem Düsenkopf in einer Mischkammer zusammen gebracht und intensiv miteinander vermischt. Dadurch werden geringe Totzeiten für die Regelung des Massenstroms an Reduktionsmittel, verbunden mit einem geringen Schlupf an Ammoniak (NH3) im Abgas, erreicht. Dieser kann durch Einsatz eines InSitu NH3-Messgerätes weiter optimiert werden.

 

MARTIN hat dieses SNCR-System in verschiedenen Anlagen in Europa realisiert. Garantiewerte für NOx bis zu 70 mg/Nm3, bei niedrigem NH3-Schlupf am Kesselende, werden sicher eingehalten.